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10. OKT. 2015

Drogen aus dem Internet - Steht der klassische Drogenhandel vor einer digitalen Revolution?



Während jahrzehntelang die Vertriebswege auf klassischen Schmuggelrouten zu den jeweiligen Zwischenhändlern erfolgten, hat sich der Markt in den letzten Jahren enorm verändert. Zunehmend erfolgt der Vertrieb über Internet. Der Konsument bestellt die Waren online und bekommt sie frei Haus geliefert.

Bezahlt wird mit Bitcoins (einer speziellen Internetwährung) und ähnlich Amazon wird der Verkauf letztlich abgewickelt. Der Einstieg erfolgt zwar im Internet, von dort aus geht es jedoch weiter in das „Darknet“, wo neben Drogen auch Waffen und andere dubiose bis illegale Waren und Dienstleistungen erworben werden können.

Aus unserer juristischen Praxis beobachten wir diesen Trend insofern mit Sorge, als viele Konsumenten Sammelbestellungen für Freunde übernehmen. So kommt es oft in Summe zu großen Mengen und der Besteller sieht sich häufig einer Strafdrohung von bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe gegenüber, da die Einfuhr von illegalen Drogen härter bestraft wird als etwa der Erwerb vom lokalen Dealer. Diese Risiko ist jedoch kaum jemand bewusst. Die böse Überraschung erfolgt vielmehr, wenn die Paketzustellung durch die Exekutive erfolgt.

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